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Medias/Mediasch und sein Umfeld

Medias/Mediasch und seine Umgebung sind anerkannte Gebiete der Weinproduktion, der gute Ruf der alten Weine von der Tarnava Mare/Großen Kokel findet sich auch im Stadtwappen verewigt, mittels einer Traube. Schon der Humanist Johannes Honterus (16. Jahrhundert) hat dieses Gebiet in seiner Karte bereits als „Weinland“ ausgewiesen.

Für einen Besuch der Stadt empfehlen wir folgende Objektive:

1. Die mittelalterlichen Türme. Acht Türme bestimmen noch das Bild der mittelalterlichen Burg bzw. der Stadt: Der Trompeterturm, der Glockenturm, der Schneiderturm, der Goldschmiede- oder Forkeschgässer Turm, der Seilerturm, der Marienturm, der Wagnerturm und der Steingässer Turm.

2. Die Piaristenschule. Das beeindruckende Gebäude, in dem bis 1790 von dem Orden der Katholischen Männergemeinschaft (Piaristen) eine Schule geführt wurde, die völkischen und religiösen Unterricht anbot.

3. Das Hann-Haus, Baujahr 1617, gehörte dem damaligen Bürgermeister, Petrus Hann. Es ist eines der ältesten Gebäude der Burg. Gleich anderen Steinbauten dieser Epoche, hat auch dieses gewölbte Gänge.

4. Die Schule innerhalb des Kastells. An den Seilerturm angelehnt ist die seit dem Jahre 1586 existierende Schule. Vom Zahn der Zeit arg mitgenommen und weil die demografische Entwicklung es dringlich machte, wurde die Schule im Jahre 1713 renoviert, gleichzeitig erweitert. Hierzu musste der Schulturm weichen. Auch heute noch  dient dieses Gebäude, gleich den anderen Gebäuden aus dem Kastell, dem angestammten Zweck. Hier ist der Sitz der Hermann-Oberth-Schule.

5. In der Margarethenkirche kann ein Ensemble gotischer Wandmalereien bewundert werden, die Turmuhr, zeigt nicht nur die Zeit, auch die Mondphasen an. In dieser Kirche wurde auch der rumänische Fürst Vlad Tepes im Jahre 1476 gefangen gehalten, nach Auseinandersetzungen mit Mathias Corvinus. In der Margarethenkirche wurde Stefan Bathory zum König von Polen gewählt.

6. Der überdachte Treppenaufgang und das Gefängnis. Im Jahr1803, anlässlich der Renovierung des alten Bürgermeisteramtes, wurde ein neuer Aufgang zum Kastell gebaut, einschließlich einem Gefängnis. Dort her rührt auch der Name Gefängnistreppen. Der neu geschaffene Treppenaufgang ermöglichte den Zugang vom König-Ferdinand-Platz zum Kastell.

7. Der Franziskaner Gebäudekomplex schließt auch die Franziskanerkirche und -kloster ein, errichtet vom Franziskanerorden im Jahre 1444. Der Komplex beherbergt wertvolle Exponate: Den Schatz von Seica Mare/Marktschelken, den Schatz von Panade, verschiedenste Gegenstände aus Keramik.

8. Das Rosenauer – Haus. Erbaut 1621, erfuhr das Gebäude im 18. Jahrhundert große Veränderungen, erhielt damals ein barockes, zugleich elegantes und gediegenes Aussehen. In Richtung des Kastells sind mehrere Tunnel und Kellerräume, die wohl zu Fluchtzwecken angelegt wurden. Im 19. Jahrhundert wurde das Haus von der Familie Rosenauer, einer bekannten Weinhändlerdynastie, bewohnt.

9. Das Schuller – Haus, im Nordosten des Stadtplatzes, ist eines der bedeutendsten Bauten Siebenbürgens. Dokumentarisch bereits 1588 erwähnt, als Besitz des Johannes Schuller, damals Bürgermeister; alte Chroniken aber verraten, dass das Haus viel älteren Datums sei. Es diente als Gasthaus, später als Wirtshaus und Bierstube.

10. Der alte Marktplatz ist wie ein Freilicht-Museum. Die mittelalterlichen Bauten ringsum sind einmalig in Siebenbürgen.

11. Das Museum des Munizipiums Medias/Mediasch ist in dem aus dem 15. Jahrhundert stammenden ehemaligen Franziskanerkloster untergebracht, beherbergt drei Abteilungen: Geschichte, Ethnografie und Kunst, Naturkunde. Der Bestand umfasst 15000 Exponate, archäologische Keramikfunde, Gegenstände aus Silber, die zum Schatz von Seica Mare/Marktschelken und Medias//Mediasch gehören, Wappen, Siegel ,Zunfttruhen, rumänische, sächsische und ungarische Trachtenstücke aus dem Raum Tarnava Mare/Große Kokel, umfassende Bestände an alten Büchern und Gemälden. Besonders wertvoll sind: Das silberne Siegel vom „Markt Mediasch“ aus dem Jahre 1448, ein in Holz geschnitztes Standbild, der „Thurm Pitz“, das zu den ältesten gotischen Gegenständen dieser Art zählen soll, dessen Entstehungszeit auf Anfang des 18. Jahrhunderts geschätzt wird. Gefunden wurde der Thurm-Pitz im obersten Geschoss des Trompeterturms.

12. Die Gedenkstätte Stephan Ludwig Roth, 1796-1849, befindet sich im Stadtzentrum. Hier sehen wir Original-Möbel des 19. Jahrhunderts, vor Allem aber Fotografien, Dokumente, Schriftstücke, auch in Auszügen, welche das Wirken dieses siebenbürgischen Historiker, Denker und 1848-er Revolutionär, im Kontext seiner Zeit, uns nahe bringen.

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